Travec Tecdah dCi 90


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  • | 17.11.2011 23:10

Travec Tecdrah dCi 90 4x4: Quader-Tag
auto.de/gerhard prien | fotos: prien
Es ist ein ehrgeiziges Projekt: Mitte 2012 will die hessische Firma Travec mit einem automobilen Preisbrecher ins Rennen um die Kundengunst antreten. Der Tecdrah soll als günstiger und robuster Allradler den europäischen Markt aufmischen – und sowohl auf als auch abseits der Straßen erfolgreich sein.
Eines ist klar: Eine völlig neue Marke startet selten auf den hart umkämpften Automobil-Markt. Ebenfalls eher selten sind ungewöhnliche Fahrzeug-Namen wie Tecdrah. Und in den heutigen Zeiten, in denen es zunehmend um CO2-Werte, den möglichst niedrigen Durchschnittsverbrauch, um Hybrid-Fahrzeuge und E-Mobilität geht, mit einem Geländewagen als Premieren-Mobil an den Start zu gehen, ist zumindest mal mutig.
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Hinter dem Tecdrah steht die Firma Travec, ein weltweit für zahlreiche Automobil-Hersteller tätiger Zulieferer. Und der geht neue Wege bei der Konstruktion der Karosserie des Newcomers unter den Geländewagens. Der Tecdrah hat keine konventionelle Karosserie aus Stahl, sondern er baut auf einem zweiteiligen Skelett auf. Die tragende Basis bildet ein Rahmen aus verzinktem Stahl, auf dem eine Sicherheitszelle aus Aluminiumrohren und –profilen montiert ist. Diese hochfeste Konstruktion, nach der auch im Rallyesport eingesetzte Wettbewerbsfahrzeuge gebaut werden, wird mit Karosserieteilen aus ABS-Kunststoff verkleidet. Die Karosserieteile bestehen zu rund 70 Prozent aus Recycling-Material (Altplastik-Granulat). Sie sind durchgefärbt und müssen nicht lackiert werden. Das spart Kosten und schont die Umwelt.
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Die Kombination von verzinktem Stahl und Plastik hält das Gewicht des Geländewagens niedrig, es soll bei gerade mal rund 850 Kilogramm liegen. Das sorgt für günstige Verbrauchswerte. Obendrein soll die Karosserie auch unter härtesten Bedingungen 20 bis 25 Jahre halten. Das ist wichtig, denn der Tecdrah ist auch für Märkte gedacht, in denen es nicht nur auf gute Geländeeigenschaften ankommt, sondern wo auch das Überleben noch davon abhängen kann, dass ein Fahrzeug fährt – oder im Falle eines Defekts leicht repariert werden kann. Mit geringen Überhängen und einer großen Bodenfreiheit soll der Tecdrah auch schwierige Passagen meistern. Das Unternehmen sieht einen Absatzmarkt etwa bei NGOs (Non Governmental Organisations) und Hilfsorganisationen wie dem Roten Kreuz oder Ärzte ohne Grenzen. Auch im gewerblichen Bereich, in der Forstwirtschaft, bei Hobby- Jägern und Pferdesportlern, Freizeit- und Offroad-Fans könnte der kantig gezeichnete Allradler für Furore sorgen.
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Alle Kunden können bei der Ersatzteilversorgung ganz ruhig und gelassen sein. Schließlich basiert der Tecdrah auf Teilen aus der Großserienfertigung von Renault, etliche Komponenten stammen vom Duster der Tochterfirma Dacia. So bleibt der Tecdrah preislich im Rahmen. Wichtig für den Einsatz in Europa: Der Antriebsstrang verfügt über Start-Stopp-Systeme, einen Partikelfilter und schafft die Euro 5 Abgasnorm. Das niedrige Gesamtgewicht des Fahrzeugs ermöglicht gute Abgaswerte, der Tecdrah unterschreitet den Grenzwert von 130 g CO2 / km; eine serielle Hybridvariante ist in Planung.
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Durch das modulare System des Wagens können auf der Plattform des Tecdrah verschiedene weitere Modellvarianten entwickelt werden. Im Gespräch sind eine Version mit Softtop für Freizeitfahrer und Vermietflotten in Urlaubsgebieten des Mittelmeers. Eine andere Variante könnte ein Pick-Up für Praktiker und Gewerbetreibende sein. Selbst eine Fertigung von Einzelstücken könnte möglich sein, der Radstand und die Gesamtlänge des Fahrzeugs wären damit recht flexibel wählbar. Doch schon im bereits vorgestellten Modell ist der Innenraum relativ geräumig. Fahrer und Beifahrer kommen sich nicht zu nahe, in der "zweiten Reihe" wird es zwei Einzelsitze geben. Die sind eine Stufe höher angeordnet und erlauben somit - im wahrsten Sinne des Wortes - den "Über"blick über die Köpfe der vorne Sitzenden. In den ersten Vorserienmodellen finden sich Recaro-Sitze und LED-Hauptscheinwerfer. Denkbar, dass diese netten – und nicht ganz günstigen - Zutaten noch dem Rotstift der Controller zum Opfer fallen. Denn der Tecdrah soll in der ersten Jahreshälfte 2012 zu einem Preis von unter 18.000 Euro angeboten werden.
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Noch etwas preiswerter könnte die 4x2-Variante mit ihrem 1,6-Liter-Benziner werden, die ebenfalls - neben dem Allradler mit 90 PS leistendem Euro5-Diesel - angeboten werden soll. Der wird aus dem mit dem Lineal gezeichneten Fourwheeler zwar keinen Rennwagen machen, aber eine Höchstgeschwindigkeit von rund 150 km/h erscheint für den angepeilten Einsatzzweck durchaus ausreichend.

Datenblatt: Travec Tecdrah dCi 90 4x4

Länge/Breite/Höhe: 4.185 mm/1.814 mm/1.792 mm
Radstand: 2.450 mm

Motor: Reihen-Vierzylinder-Turbodiesel
Hubraum: 1.461 ccm
Leistung: 66 kW/90 PS bei 3.750 U/min
max. Drehmoment: 200 Nm bei 1.750 U/min
Sechsgang-Schaltgetriebe
Höchstgeschwindigkeit: 148 km/h
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 14,6 Sekunden
Verbrauch: 5,3 Liter Diesel auf 100 km

Böschungswinkel vorne: 47 Grad
Böschungswinkel hinten: 41 Grad

Leergewicht: 1.288 kg
Zuladung: 425 kg
Anhängelast: 1.500 kg

Preis voraussichtlich unter 18.000 Euro

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Zuletzt geändert 17.11.2011 23:11 von Red-XM. Insgesamt 1 mal.


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  • | 18.11.2011 13:53

Sieht ja nicht schlecht aus, aber i-wie hab ich das Gefühl, der Typ auf den Bilder sitzt aufm Boden :D


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  • | 18.11.2011 15:22

So hat er nach oben mehr Platz, wenn ein Schlagloch kommt! :015 :rofl:

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