Mazda2: Leicht und leise

| 05.02.2020


Dank nur knapp über einer Tonne Leergewicht und einer massiv verbesserten Geräuschdämmung für den Innenraum will der rundum überarbeitete Mazda2 Zeichen in der Kleinwagenklasse setzen. Der Motor-Informations-Dienst (mid) hat den Erfolgstypen aus Hiroshima schon ausprobiert. Seinen Händlerstart erlebt der Neue am 31. Januar und 1. Februar 2020, direkt nach dem 100. Geburtstag der Marke, der am 30. Januar ansteht.

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Der modellgepflegte Mazda2 ist an der modifizierten Frontpartie zu erkennen.

Fünf Jahre hat der 2er von Mazda schon auf dem Buckel, es war also Zeit für ein wenig Kosmetik und eine Portion frischer Technik für die zweite Lebenshälfte. Die Optik des Kleinen lehnt sich jetzt stärker an die des aktuellen Mazda3 an - was rundum positiv gemeint ist. Die Methode, lieber mal eine Falte und einen Knick wegzulassen und sich auf die Wirkung geschickt gebogener, großflächiger Blechteile zu verlassen, wirkt auch im Kleinwagensegment. Eine neue Spange an der Front, je eine Chromleiste an der Front- und Hecklippe, dazu ein Kühlergrill im Wabenmuster sorgen zusammen mit den neuen Felgen im 15- und 16-Zoll-Format für einen gelungenen Auftritt. Ein Übriges tun die neuen Farben wie Obsidiangrau Metallic und Polymetal Grau Metallic.

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Auch das Heck wurde verschönert - etwa durch Chrom in der Spoilerleiste.

Im Innenraum setzen die Mazda-Designer eher auf angenehme, wertige Materialien als auf den optischen Paukenschlag. Alles fühlt sich gut an und sieht ebenso aus, die Bedienung ist für Mazda-Kenner ein Kinderspiel und für Markenfremde leicht zu erlernen. In den feineren der vier Ausstattungsstufen gibt es Annehmlichkeiten wie ein Head-up-Display oder ein beheiztes Lenkrad, dazu ein reiches Angebot an Helfern wie dem City-Notbremsassistenten (SCBS) mit Fußgängererkennung, das Matrix LED-Lichtsystem, den 360-Grad-Rundumblick oder ab der Exclusive-Line Apple CarPlay und Android Auto, integriert in das Konnektivitätssystem Mazda Connect.

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Der Kofferraum fasst 280 bis 950 Liter, die innere Ladekante ist relativ hoch.

4,07 Meter ist der Mazda2 lang und 1,50 Meter hoch. Enge-Gefühle kommen - zumindest bei der Nutzung mit vier Passagieren - trotz dieser überschaubaren Dimensionen nicht auf. Auch im Fond sitzt man sehr anständig, mit ausreichend Luft nach oben. Der Kofferraum weist zwar eine hohe innere Ladekante auf, schluckt aber ordentliche 280 bis 950 Liter Gepäck.

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Den 1,5-Liter-Benziner mit Mildhybrid gibt es mit 75 und 90 PS.

Auch an Fahrwerk und Lenkung legten die Mazda-Techniker Hand an, das Ergebnis kann sich spüren lassen. Die Rückmeldung der Servolenkung gibt ein beruhigendes Gefühl, stets die Kontrolle über das Fahrzeug zu haben. Und die Modifizierungen an Federn, Stoßdämpfer und Radaufhängungen verbessern das Fahrverhalten speziell auf unebener Fahrbahn und steigern zusammen mit den neu konstruierten Vordersitzen den Komfort.

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Beim Interieur bringt Mazda ein hohes Qualitätsniveau in die Kleinwagenklasse.

Zu haben ist der Mazda2 nur mit einem Motor, einem 1,5-Liter-Benziner, mit 75 und 90 PS. Die Versionen mit Sechsgang-Handschalter sind mit einem Mild-Hybrid-System ausgestattet, das aus einem riemengetriebenen 22,5 Volt Starter-Generator und einem Kondensator als Stromspeicher besteht. Das spart Sprit und senkt den CO2-Ausstoß. Beim ersten Kennenlernen zeigte sich sie stärkere Ausführung als die definitiv bessere Empfehlung für alle Autofahrer, die ein bisschen mehr als nur die Grundbedürfnisse der Fortbewegung zu schätzen wissen. Ein flotter Feger ist auch der 90 PS-Motor nicht, aber er schafft es immerhin in 9,8 statt 11,4 Sekunden auf 100 Sachen und gibt sich erst bei 183 statt bei 171 km/h dem Luftwiderstand geschlagen. Den Normverbrauch von 5,3 Liter laut der relativ realistischen WLTP-Norm verfehlte der Mazda2 bei Testfahrten über regennasse griechische Landstraßen nur um 0,4 Liter.

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Im Fond des Mazda2 können auch ausgewachsene Passagiere menschenwürdig sitzen.

14.190 Euro sind mindestens für den 75 PS starken Mazda2 fällig, allerdings fehlt der ansonsten wirklich reichlich ausgestatteten Prime-Line etwas Entscheidendes: die Klimaanlage. Die ist erst ab der nächsthöheren Stufe Center-Line für mindestens 16.390 Euro zu haben, die 15 PS Aufschlag werden mit 500 Euro kalkuliert. 19.690 Euro kostet die 90-PS-Variante im Kleid der Sports-Line, die Version mit Sechsgang-Automatik ist eine Stufe drunter, also als Exclusive-Line, ab 20.090 Euro zu haben. Und das Sondermodell Kizoku (Synonym für das Feine, Edle) steht ab 19.090 Euro in der Liste, Mazda spricht angesichts serienmäßiger Zutaten wie Aus- und Einparkhilfe, Klimaautomatik, Licht- und Regensensor, Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer und Spurwechselassistent Plus von einem Preisvorteil von 1.200 Euro.

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In den höheren Ausstattungsversionen gibt es Annehmlichkeiten wie die Klimaautomatik oder Sitz- und Lenkradheizung.


Technische Daten Mazda2 Skyactive-G 90 M Hybrid:

Länge / Breite / Höhe: 4,07 / 1,70 / 1,50 m

Leergewicht / Zuladung: 1.076 / 460 kg

Kofferraumvolumen: 280 - 950 l

Antrieb: 4-Zyl.-Benziner, 6-Gang-Schaltung

Hubraum: 1.496 ccm

Leistung: 66 kW/90 PS

max. Drehmoment: 148 Nm

Höchstgeschwindigkeit: 183 km/h

0 - 100 km: 9,8 s

Normverbrauch (WLTP): 5,3 l / 100 km

CO2-Ausstoß (WLTP): 120 g/km

Abgasnorm: Euro 6d

Preis ab 16.890 Euro mid/rhu Bildquelle: Mazda






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