Bugattis-Edel-Palette: Vom Ventoux bis zum Vitesse

| 17.04.2013


Mit dem Typ 57 C Coupé und dem Typ 57 Ventoux zeigte Bugatti auf der Techno Classica in Essen zwei klassische Fahrzeuge, die heute seltene Sammlerstücke sind. Beide Fahrzeuge wurden exklusiv für die Ausstellung aus der berühmten Peter-Mullin-Sammlung aus Oxnard, Kalifornien, nach Essen gebracht.
Den Bogen zur Moderne schlägt als drittes Ausstellungsfahrzeug ein Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse.

Die Entwicklung des Typ 57 wurde in den Dreißigerjahren entscheidend durch Jean Bugatti, den damals erst 25-jährigen Sohn des Firmengründers Ettore Bugatti, geprägt und vorangetrieben. 1934 wurde das Modell auf dem Pariser Automobilsalon präsentiert und die Produktion aufgenommen. Bis 1939 wurden insgesamt etwa 680 Fahrzeuge gebaut.

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Unberührtes Original
Der Typ 57 C ist mit 160 PS die leistungsstärkere Version des Typ 57, von dem 106 Exemplare gefertigt wurden. Das in Essen gezeigte grüne Typ 57 C Coupé trägt die Chassisnummer 57835 und ist eines der letzten Fahrzeuge, die 1939 produziert wurden. Der Wagen befindet sich in unberührtem Originalzustand und war bis vor Kurzem noch im Eigentum der Erstbesitzerfamilie. Insgesamt wurde er nur 12.000 Kilometer gefahren. Eine Besonderheit dieses Fahrzeugs ist die Vanvooren-Karosserie des gleichnamigen Karosseriebauers aus Paris, die der eigentlichen Bugatti-Werkskarosserie Atalante zwar ähnelt, aber eine maßgeschneiderte „Haute-Couture“-Sonderanfertigung ist und so nur einmal gebaut wurde. Damit ist der Wagen ein Einzelstück. Der Preis für dieses Fahrzeug lag damals bei 153.000 FF (französische Franc).

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Typ 57 Ventoux: Einer von 150
Das zweite Exponat ist ein weißer Typ 57 Ventoux, eine Karosserievariante des Typ 57. Von diesem viersitzigen, zweitürigen Coupé wurden insgesamt etwa 150 Exemplare gebaut. Dieser Wagen mit der Chassisnummer 57540 verließ 1937 das Werk. Er hat ein Chassis der zweiten Serie, keinen Kompressor und kostete seinerzeit 103.000 FF. Der auf der Messe gezeigte Ventoux ist unrestauriert und stand über Jahrzehnte in den Reserven von Malmerspach, die zur berühmten Schlumpf-Sammlung gehörten.

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Vom Ventoux bis zum Vitesse
Das dritte Ausstellungsfahrzeug, ein Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse aus der aktuellen Modellpalette, ist seit Frühjahr 2012 auf dem Markt. Herz dieses Boliden ist ein 8-Liter-W16-Motor, der eine beeindruckende Leistung entfaltet: 1.200 PS, 1.500 Nm Drehmoment bei 3.000 bis 5.000 U/min., Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 2,6 Sekunden. Er erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 410 km/h und ist damit der schnellste in Serie gebaute Roadster der Welt. Der in Essen ausgestellte Vitesse kostet 1,79 Millionen Euro (zzgl. Steuern). (news2do.com/mn)

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Quelle: http://news2do.com/?p=5673

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Autor: Helge Blischke