Plug-in- oder Mild-Hybrid - was passt besser?

| 08.08.2020


Der Motor-Informations-Dienst (mid) hat ausprobiert, welche Elektrifizierungs-Methode für welches Mobilitätsprofil passt.

Die Elektrifizierung unserer Mobilität ist ein Dauerthema. Doch es gibt beim Auto viele Wege, um möglichst umweltfreundlich unterwegs zu sein. So rüstet beispielsweise Kia die Ceed-Familie mit diversen Antrieben mit Strombeteiligung aus. Was können die - und wie fährt es sich mit ihnen im Alltag? Diese Fragen soll ein Doppeltest des Ceed Sportswagon mit Plug-in-Hybrid und mit mildem Hybrid-Diesel beantworten.

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Eleganter Kompakt-Kombi: der Kia Ceed Sportswagon, hier mit Mild-Hybrid-Diesel.

Zuerst also der Sportswagon mit Steckdose. Er wird von einem 1,6-Liter-Benziner mit 105 PS, oder von einem 60,5 PS starken E-Motor angetrieben. Oder von beiden, dann mit einer Systemleistung von 141 PS. Wichtiger für einen kräftigen Durchzug ist allerdings das Drehmoment. Das liegt bei 265 Newtonmetern schon zwischen 1.000 und 2.400 Umdrehungen pro Minute. Heißt: Der 1,6-Tonner geht von unten raus ordentlich ab, unterstützt wird der Vorwärtsdrang von einem sechsstufigen Doppelkupplungsgetriebe. Eine angenehme Kombination.

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Kennzeichen E: Der Plug-in-Hybrid fährt den Hinweis auf seine Antriebsart auf dem Nummernschild vor sich her.

Die versprochenen 60 Kilometer rein elektrische Reichweite sind zwar nur mit äußerster Zurückhaltung zu schaffen. Realistisch für Normalo-Autofahrer sind aber um 45 bis 50 Kilometer. Damit kann man im Alltagsleben durchaus etwas anfangen - vor allem, wenn man leicht die Möglichkeit hat, den 8,9-kW-Akku zu laden. Von null auf 100 Prozent dauert das an einer 240-Volt-Station, die 3,3 kW Energie liefern kann, mindestens zwei Stunden.

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Der Plug-in-Ceed hat die Ladeklappe am linken Kotflügel.

Bei artgerechter Nutzung, also bei regelmäßigem Nachladen und im Kurzstreckenbetrieb, sind die beim Normverbrauch ausgewiesenen bis zu 1,3 Liter Sprit und die bis zu 11,2 kW Strom je 100 Kilometer nicht ganz, aber annähernd zu schaffen. Auf Langstrecke rücken sie aber logischerweise in weite Ferne. Zuerst wird der Stromtank weitgehend geleert, dann nimmt sich der Benziner um die 4,5 bis 6,5 Liter pro 100 Kilometer. Das bleibt im Rahmen und Reichweitenangst muss angesichts des 37 Liter fassenden Benzintanks sowieso niemand haben.

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Macht was her: die Heckpartie mit zwei großen Endrohr-Blenden.

Bei artgerechter Nutzung, also bei regelmäßigem Nachladen und im Kurzstreckenbetrieb, sind die beim Normverbrauch ausgewiesenen bis zu 1,3 Liter Sprit und die bis zu 11,2 kW Strom je 100 Kilometer nicht ganz, aber annähernd zu schaffen. Auf Langstrecke rücken sie aber logischerweise in weite Ferne. Zuerst wird der Stromtank weitgehend geleert, dann nimmt sich der Benziner um die 4,5 bis 6,5 Liter pro 100 Kilometer. Das bleibt im Rahmen und Reichweitenangst muss angesichts des 37 Liter fassenden Benzintanks sowieso niemand haben.

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Ins Gepäckabteil des Plug-in-Kombis passen 437 Liter Transportgut - 188 Liter weniger als im "normalen" Sportswagon.

Bei artgerechter Nutzung, also bei regelmäßigem Nachladen und im Kurzstreckenbetrieb, sind die beim Normverbrauch ausgewiesenen bis zu 1,3 Liter Sprit und die bis zu 11,2 kW Strom je 100 Kilometer nicht ganz, aber annähernd zu schaffen. Auf Langstrecke rücken sie aber logischerweise in weite Ferne. Zuerst wird der Stromtank weitgehend geleert, dann nimmt sich der Benziner um die 4,5 bis 6,5 Liter pro 100 Kilometer. Das bleibt im Rahmen und Reichweitenangst muss angesichts des 37 Liter fassenden Benzintanks sowieso niemand haben.

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Ins Gepäckabteil des Plug-in-Kombis passen 437 Liter Transportgut - 188 Liter weniger als im "normalen" Sportswagon.

Gegenüber den bisherigen Dieselmotoren sinken die CO2-Emissionen um bis zu 10,7 Prozent. Der Mild-Hybrid-Diesel verbraucht laut Norm im Schnitt 4,4 Liter Leichtöl pro 100 Kilometer. Endlich mal eine realistische Angabe, so die Test-Erfahrungen. Wer sich etwas zurückhält mit dem Gaspedal, wessen Fahrprofil viele Innerortsstrecken aufweist, bei denen oft rekuperiert und mit Stromunterstützung beschleunigt wird, der kann ganz entspannt klar unter fünf Liter bleiben.

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Das Plug-in-Triebwerk entwickelt eine Systemleistung von 141 PS und ein Drehmoment von 265 Newtonmetern.

Auf der Langstrecke steigt der Konsum dann auf rund sechs Liter, aber dann geht es auch schon munter voran (in 10,1 Sekunden auf 100 km/h, 198 km/h Spitze). Der milde Hybriddiesel mit dem 50-Liter-Tank ist also völlig zu Recht in der Effizienzklasse A angesiedelt. Und in der Version Spirit ist der Koreaner ab 30.160 Euro zu haben.

Welchen also nehmen? Wenn es nur um den Preis geht, ist der Plug-in-Kombi um exakt 2.092,35 Euro günstiger. Aber das kann wohl nicht das entscheidende Kriterium für eine Kaufentscheidung sein. Wichtiger ist das Mobilitätsprofil, das abgedeckt werden soll:

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Benutzerfreundlich: der große Touchscreen und die Klimatisierungs-Einheit des Kia Ceed.

Ein praktischer Kombi, gerne auch für die Familie oder fürs Geschäft, mit vielen Fahrten im urbanen Raum und einer Wallbox in der Garage: Dazu passt perfekt der Plug-in-Sportswagon. Wer oft weitere Strecken fährt, wenig Lust oder Gelegenheit zum Stromtanken hat und die wirklich angenehme Mild-Hybrid-Technik mit ihren günstigen Verbrauchswerten und ganz generell die Vorteile des Diesel-Antriebs zu schätzen weiß, ist mit dem elektrifizierten Selbstzünder gut bedient.

Beide Antriebsversionen gibt es natürlich auch in den anderen Karosserie-Varianten der kompakten Ceed-Familie - so kommt dann wirklich jeder an das Fahrzeug, das zu ihm und seinem Lebenstil passt.

Rudolf Huber / mid Bildquelle: Jutta Bernhard / mid

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Die Anzeige links oben zeigt den Energiefluss - der blaue Bereich zeigt an, wenn beim Bremsen Strom in den Akku eingespeist wird.






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