Auto-Ausstattung: Leder lohnt sich immer

| 26.02.2015


Ein bisschen mehr geht immer: Bei der Ausstattung gibt es beim Autokauf noch oben fast keine finanziellen Grenzen. Schnell können da 20 000 Euros und mehr an Extras zusammenkommen. Doch wie sieht es beim Wiederverkauf des Fahrzeug aus? Was lohnt sich an Zubehör und was nicht? Eine falsche Ausstattungswahl kann locker bis zu 5 000 Euro Unterschied beim Wiederverkauf ausmachen, erklären die Experten der Leasinggesellschaft LeasePlan und liefern dazu ein paar passende Beispiele.Ein BMW 320d mit einer Laufleistung zwischen 80 000 Kilometer und 90 000 Kilometer ohne Navigationssystem und Xenon-Scheinwerfer konnte für 15 000 Euro verkauft werden. Ein vergleichbares Fahrzeug mit Navigation und Xenon erlöste hingegen 17 000 Euro.


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Ein anderes Beispiel ist ein Audi A7 mit einer Laufleistung knapp über 110 000 Kilometer. Wird dieses Fahrzeug mit Ledersitzen angeboten, so können für dieser Wagen bis zu 30 100 Euro erzielen. Hatte der Neukäufer sich für Stoffsitze entschieden, sinkt der Wiederverkaufswert auf 24 800 Euro. “Fehlende oder falsche Optionen führen dann zu einem geminderten Verkaufspreis”, erklärt Haubold.Besonders hoch im Kurs stehen beim Neuwagenkauf derzeit Fahrer-Assistenzsysteme. Da ist es aber nicht leicht, bei dem rasanten technischen Fortschritt den Überblick zu behalten.

Einparkhilfe, Abstandstempomat oder Spurwechselassistent: Was bringen diese Systeme eigentlich beim Wiederkauf? Laut der Experten spielen sie derzeit noch keine große Rolle: “Es ist nett, sie zu haben, doch für den Wiederverkaufswert eines Fahrzeugs sind sie irrelevant”, fasst Haubold zusammen. Und eine Faustregel hat der Fachmann gleich auch noch parat: “Das Maß wird überschritten, wenn der Zubehörwert eines Fahrzeugs mehr als 30 Prozent des Anschaffungspreises ausmacht. Darüber hinaus wird ein Mehr an zusätzlicher Ausstattung vom Gebrauchtwagenkäufer belohnt.”Besonders problematisch seien Luxus-Ausstattungen bei kleineren Fahrzeugen, da dies auf dem Gebrauchtwagenmarkt nicht honoriert werde und somit die Ausstattung hier schneller an Wert verliere, so Haubold. Denn wer will schon einen Opel Corsa mit Ledersitzen und Xenon-Licht?

Aber auch sehr spezielles und individuelles Zubehör macht sich im Wiederverkauf nicht bezahlbar. Und welche Rolle spielt die Wagenfarbe? Laut Experten sei den meisten Privatkäufern klar, dass sich ein Fahrzeug mit der Farbe “Papaya Orange” schwerer verkaufen lässt und damit auch nur ein niedrigerer Preis erlöst werden kann. Wichtig ist aber auch, dass die Farben von Innenausstattung und Außenlackierung miteinander harmonieren. “Ein weißes Fahrzeug mit beigefarbener Innenausstattung oder auch ein silbernes Fahrzeug mit rostbraunen Sitzen haben es schwer im Gebrauchtwagenmarkt. Solche Kombinationen sind der Albtraum jedes Gebrauchtwagenverkäufers”, fasst Haubold zusammen.




Quelle: Auto.de

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Autor: Yannik Maier